Perspektivwechsel im Forst
Erziehungsfachkräfte zu Gast im Wald

Personengruppe im Wald

Wie vermittelt man Kindern spielerisch und nachhaltig Themen rund um den Wald? Diese Frage stand bei einer Waldführung im März in Starkheim im Mittelpunkt. 18 Erziehungsfachkräfte der Fachakademie Starkheim nahmen an der Veranstaltung teil und schlüpften für einen Tag in die Rolle einer Schulklasse. Unter der Leitung von Revierförster Benjamin Scharnagl, unterstützt durch Andreas Schmid sowie Kilian Ertl, dem Bildungsbeauftragten des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Töging a.Inn, und zwei Forstanwärtern, konnten die Erziehungsfachkräfte erleben, wie eine klassische Schulklassenführung abläuft. Unterstützt wurde er von Andreas Schmid sowie Kilian Ertl, dem Bildungsbeauftragten des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Töging a.Inn, und zwei Forstanwärtern.

Erfahrungen durch Perspektivwechsel

Dabei konnten die Teilnehmenden nicht nur praktische Erfahrungen durch den Perspektivwechseln sammeln, sie erhielten auch wertvolle Impulse dafür, wie sie den Kindern in ihrem beruflichen Alltag den Wald näherbringen können. Als Schwerpunkt der Waldführung hatten die Förster des AELF Töging spielerisches Lernen gewählt. Durch eine Vielzahl von Spielen, die auch „echte“ Drittklässler begeistern, lernten die Teilnehmenden vieles über den Wald und seine ökologischen Zusammenhänge.

Ruhige Lernphasen und bewegungsintensive Spiele

Personengruppe im Wald
Zu den Highlights gehörte das „Eichhörnchenspiel", bei dem die Gruppe erfuhr, wie Eichhörnchen den Winter überstehen, welche Vorräte sie dafür anlegen und auch wieder finden müssen. Auch das Jagdverhalten von Fledermäusen wurde spielerisch nachgestellt, um die Sinneswahrnehmung und Orientierung im Dunkeln zu veranschaulichen. Zwischen den einzelnen Spielen übten sich die Teilnehmenden in der Pflanzenbestimmung und lernten dabei, verschiedene Baum- und Straucharten zu erkennen und voneinander zu unterscheiden. Die Aktivitäten deckten damit eine breite Palette ab: von ruhigen Lernphasen bis hin zu bewegungsintensiven Spielen wie dem „Dreizug", der das dynamische Zusammenspiel der verschiedenen Funktionen eines Waldes veranschaulicht.

Diese interaktive Waldführung zeigte, wie Försterinnen und Förster den Wald mit all seinen Facetten für Schülerinnen und Schüler greifbar machen können. Denn Waldpädagogik ist mehr als reine Wissensvermittlung: Sie ist ein Erlebnis, das Neugier weckt und das Verständnis für den Wald fördert.